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GGP-Preview
Geschrieben von tenochtitlan   
Donnerstag, 5. Februar 2009

Einer Einladung von Ubisoft folgend haben wir uns auf den Weg zu den deutschen Büros in Düsseldorf gemacht, um eine aktuelle Preview-Version von H.A.W.X anzutesten. Dort hatten wir Gelegenheit, ausführlich mehrere Level zu spielen und Gameplay und Technik zu begutachten. Außerdem konnten wir uns einen Überblick über die verschiedenen Plattformen verschaffen, es stand neben Xbox 360 und PS3 auch ein PC mit Joystick zur Verfügung.

Es war einmal vor langer Zeit...

Hawx spielt in naher Zukunft und handelt von einer Gruppe Piloten innerhalb eines Konflikts zwischen einer privaten Militär-Firma und mehreren Staaten, hauptsächlich den USA. Die Story wird zwar sicherlich keinen Literatur-Nobelpreis gewinnen, dafür ist es den Entwicklern sehr gut gelungen, die Atmosphäre eines weltweiten Konfliktes zwischen privater Militär-Macht und den „alten“ staatlichen Militärs darzustellen.

Die Geschehnisse werden in nett futuristischen Einführungsvideos erklärt, über den Bildschirm fliegen Video-Anweisungen der jeweiligen Auftraggeber, einiges an wichtig aussehendem Geheimdienstmaterial und Bilder vom Missionsort. Ansonsten gibt es während den Missionen immer wieder am oberen Bildschirmrand eingeblendete Videos, die neue Befehle oder Kommentare von Auftraggebern und Kollegen zeigen. Außerdem herrscht konstanter Funkverkehr, in denen etwa verzweifelt um Unterstützung an bestimmten Punkten gebeten wird. Dieser geht manchmal im Kampf unter, da hier nicht immer deutlich wird, ob es sich nur um „atmosphärische“ Hilferufe oder wirklich um neue Missionsbefehle oder Story-Details handelt. Außerdem kann die Computerstimme, die etwa vor Gefahren warnt, schnell nervig werden.

Assistance, ERS & Co.

Eines der wohl am meisten beworbenen Features von Hawx sind die verschiedenen Spiel- und Kamera-Modi. Dabei gibt es zwei völlig verschiedene Ansichten, genannt Assistance Off und Assistance On.

Der On-Modus kennt drei Kameraperspektiven: In der normalen Ansicht sieht man das eigene Flugzeug von hinten und hat damit eine recht gute Orientierung auch bei komplizierteren Manövern. Die Cockpit-Ansicht setzt den Spieler in ein realistisches Cockpit mit komplett funktionsfähigen Instrumenten und ist so am nächsten an der Realität, allerdings geht hier aus spielerischer Sicht sehr schnell die Übersicht verloren, in anspruchsvollen Kämpfen nur etwas für echte Puristen. Als dritte Option steht eine Ego-Perspektive zur Verfügung, eine Art Kamera am Bug des Jets, die nur die Umgebung zeigt. Das beste Geschwindigkeitsgefühl kommt hier auf, doch ähnlich wie in Rennspielen ist auch diese Kamera-Ansicht kaum spielerisch sinnvoll.

Die „Assistance“ besteht aus einem detaillierten HUD (genaueres später) und dem auch aus diversen Videos bekannten ERS (Enhanced Reality System). Dabei errechnet das Spiel die ideale Flugbahn zum besten Abschusspunkt der Raketen oder die Ausweichroute für feindliche Raketenangriffe und zeigt diese durch bunte Dreiecke an. Bleibt man nun die meiste Zeit in diesem Korridor, was relativ simpel ist, kommt man besonders bei Bodenzielen schneller zum Abschuss. Ob das ERS beim gerade anvisierten Feind verwendet werden kann, wird automatisch im HUD angezeigt.

Besonders spektakulär ist der Assistance Off-Modus: Hierbei zoomt die Kamera recht weit vom Flugzeug weg und zeigt stets gleichzeitig das anvisierte Ziel und das eigene Flugzeug. Außerdem ist das Flugzeug nun im Gegensatz zum On-Modus voll manövrierfähig, das heißt es kann zwar theoretisch durch einen Ströhmungsabriss abstürzen (im On-Modus nicht möglich) aber auch deutlich spektakulärere Manöver wie die aus dem ersten Trailer bekannte Kobra durchführen. Das sieht zwar sehr spektakulär aus und macht unglaublich viel Spaß, ist aber leider in der Hektik des Kampfes normalerweise trotz Eingewöhnung zu zeitaufwendig und praktisch kaum hilfreich. Interessant verspricht der Modus vor allem für Multiplayer-Gefechte zu werden, wenn auch die Gegner aus dem vollen Bewegungsrepertoire schöpfen.

Favorit im Singleplayer ist die normale Ansicht im Assistance On-Modus. Hier bekommt man alle wichtigen Informationen, hat die beste Übersicht über Feind sowie Landschaft und kann mit wenig Übung nahezu jeden Gegner besiegen. ERS hat nach etwas Übung beim Angriff auf feindliche Jets kaum noch Vorteile gegenüber dem manuellen Zielen, ist aber beim Angriff auf Bodenziele außerhalb des freien Geländes unersetzlich. Der Assistance Off-Modus ist selbst nach mehrstündigem Spielen sowohl gegen Luft- als auch gegen Bodenziele kaum anwendbar, ohne größeren Zeitverlust zu erleiden, eignet sich jedoch hervorragend, um sich nähernden feindlichen Raketen auszuweichen. So haben nahezu alle Ansichten ihren Sinn, sollten aber in jedem Fall sinnvoll kombiniert werden.

Es wird schwer...

Eine große Stärke von Hawx ist die exzellent gesteigerte Schwierigkeit der Missionen. Prinzipiell gibt es drei Stufen, Normal, Hard und Elite, allerdings sind letztere für den Koop-Modus mit zwei beziehungsweise drei und mehr Spielern gedacht. Unser größtes Sorgenkind nach dem Anspielen von zwei Teil-Missionen auf der letzten Games Convention waren viel zu einfache Szenarien, die man neben einer laufenden Unterhaltung problemlos gewinnen konnte. Dieses Problem haben die Entwickler aber aus der Welt geschafft und schaffen es stattdessen, den Einstieg in die ersten Missionen sehr angenehm und nahezu frustfrei zu gestalten und gleichzeitig in späteren Missionen den spielerischen Anspruch deutlich hochzuschrauben. Während wir es am Anfang mit wenigen Flugzeugen und langsamen Fahrzeugen am Boden zu tun haben, kämpfen wir später gegen schnelle Luftkissenboote und aus mehreren Richtungen anfliegende Jets und haben alle Hände zu tun, die meistens sehr schwach gepanzerten Objekte zu beschützen. Dem eigenen Flugzeug werden die Gegner aber nur sehr selten zur wirklichen Gefahr.

Obwohl die Funksprüche und Warnungen des Flugzeug-Computers einen anderen Eindruck vermitteln und scheinbar ständig die Gefahr eines Strömungsabrisses oder einer zu geringen Flughöhe melden, ist ein Absturz oder Abschuss recht selten. Einziger Grund für die von uns erzeugten Abstürze war Orientierungsverlust bei Manövern in geringer Höhe. Probleme mit mangelnder Übersicht sollten allerdings selbst für Neulinge nach den ersten Spielstunden aus der Welt sein.

Ein allgemeines Tutorial gibt es nicht, allerdings wird in den ersten Missionen mehrfach durch Texteinblendungen die Steuerung erklärt. Der Assistance Off-Modus hat ein ausführliches Tutorial spendiert bekommen, in dem man ohne Zeitdruck ein gutes Gefühl für die ungewohnte Ansicht bekommen kann. Während dem Anflug auf das Missionsgebiet wird dann noch per Funk und mit Texteinblendungen erklärt, wie genau die Missionsziele aussehen und wie man diese am besten erreichen kann. Außerdem werden im Spiel am rechten Bildschirmrand immer alle aktuellen Primär- und Sekundär-Ziele angezeigt.

Innerhalb des Assistance On-Modus gibt es die verschiedensten Bildschirmhilfen, die ohne zu stören immer wieder sehr hilfreich sind (und beispielsweise ein Wechseln der Plattform völlig unkompliziert machen). So werden nicht nur missionsrelevante Ziele durch einen Stern auf dem HUD markiert, sondern auch etwa die Tasten angezeigt, mit denen man ERS aktivieren könnte. Die Richtung des gerade anvisierten Flugzeugs (vor allem bei schnellen Gegnern sehr hilfreich) wird ebenso angezeigt wie dessen aktueller „Gesundheitszustand“ und die Entfernung zum eigenen Flugzeug. All dies schafft halbwegs Übersicht im manchmal etwas chaotischen Luftkampf und sorgt für eine intuitives Verständnis der Spielmechanik, so dass besonders mit einem Gamepad eigentlich kein Blick in ein Handbuch nötig ist.

Als Karten stehen zwei verschiedene Optionen zur Verfügung, die Tacmap und der Radar. Während letzterer nur die Objekte in unmittelbarer Nähe zeigt und besonders auf größeren Karten damit relativ nutzlos ist, ist die Tacmap eine große Hilfe, wenn es um die Planung einer Mission geht. Sie zeigt die komplette Karte und alle darauf befindlichen Objekte, in manchen Fällen sogar deren grobe Flugroute. So lässt sich beispielsweise schnell beurteilen, welcher Feind aktuell die dringendste Gefahr darstellt. Außerdem werden auf manchen Karten durch Einblendungen bestimmte Radien dargestellt, in denen etwa ein Gebäude durch Bodenfahrzeuge angreifbar ist.

Während dem Ladevorgang werden nicht nur die Tastenbelegung gezeigt, sondern auch verschiedenste Anleitungen für meist wenig nützliche aber recht spektakuläre Manöver. Außerdem gibt es manchmal hilfreiche Tipps zur kommenden Mission.

Sie haben die Wahl...

Exzellent sind die bisher gezeigten Missionen gelungen. Obwohl es prinzipiell immer darum geht, alle Gegner auf der Karte zu erledigen, haben die Entwickler ihrer Kreativität freien Lauf gelassen und eine Vielzahl an Missionsorten rund um die Welt und deutlich unterschiedliche Aufgaben ins Spiel eingebaut. Neben der schon ausführlich in Videos und Screenshots gezeigten Abwehr einer großen Militäroffensive gegen Rio gibt es beispielsweise eine Vorbereitungsmission auf einen großen Angriff, in der man mehrere Störsender ausschalten soll. Diese können nur von einem Awacs-Aufklärungsflugzeug gefunden werden, deshalb heißt es vor allem, dieses gegen angreifende Feinde zu verteidigen. Außerdem beeinträchtigen die Störsignale auch unsere eigene Anzeige und Karte, was sich sehr deutlich in Bildstörungen bemerkbar macht. Nur innerhalb eines kleinen Radius um das Awacs ist eine klare Sicht möglich, weshalb man kaum Zeit hat, etwa die Störsender am Boden zu zerstören, da das Awacs stets weiter fliegt. Der gleiche Stör-Effekt tritt übrigens auch auf, wenn man versucht die Karte zu verlassen. Nach einigen optischen Störungen explodiert dann recht bald das eigene Flugzeug und die Mission gilt als gescheitert.

In weiteren Missionen muss man etwa die Airforce One des US-Präsidenten beschützen, Luftunterstützung in einer Seeschlacht geben oder eine Raffinerie in der Wüste verteidigen. Allgemein ist die Vielfalt der Missionen sehr gut gelungen, von trostloser Wüste über Karibik-Inseln und große Industriestädte bis hin zu verschneiten Bergen ist alles dabei. Auch die Aufgaben variieren, manchmal gibt es etwa ein Zeitlimit, das einzuhalten gilt oder man muss eine auf der Karte eingezeichnete Route freiräumen, damit ein langsamer fliegendes Flugzeug gefahrlos folgen kann.

Innerhalb der Missionen gibt es nach wichtigen Erfolgen Checkpoints, an denen man nach einem Absturz oder Ähnlichem wieder einsteigen kann. In manchen Missionen passiert es außerdem, dass nach vermeintlich erfolgreichem Abschluss durch kurze Video-Sequenzen in Ingame-Grafik oder neue Funksprüche überraschend die Missionsziele erweitert werden oder der Gegner ein Täuschungsmanöver versucht hat und erneut zuschlägt. Allgemein gibt es in keiner Mission Start oder Landung, alle Szenarien beginnen und enden in der Luft.

Einsam bin ich, geh zur Ruh...

Unterstützt wird man fast immer von mehreren KI-Kollegen, denen man auch rudimentär Befehle erteilen kann. Leider wurde bei der Vielfalt der Befehle sehr deutlich gespart, es gibt es nur Angreifen (selbst auf die Jagd nach Gegnern gehen) und Verteidigen (dem Spieler den Rücken frei halten). Ist aber auch egal, denn die KI-Gegner sind eigentlich nur im Anflug auf ein Missionsziel sichtbar. Wer einen Blick auf die Flugzeuge der KI-Kameraden erwischen will, muss abbremsen und sie ein Stück voraus fliegen lassen, ansonsten gehen sie im Kampfgetümmel unter. Das hat zwei Gründe, einerseits verdeckt das Symbol des eigenen Flugzeugs die Kameraden auf der Karte, andererseits platzieren sie sich stets hinter dem eigenen Jet und bleiben so unsichtbar. Hawx gibt dem Spieler also immer das Gefühl, alleine einer Übermacht von Feinden gegenüber zu stehen. Nur manchmal explodierten eigentlich nicht anvisierte Gegner im Sichtfeld, sodass wir nur eine Aktion unserer Kameraden vermuten konnten.

Aushilfe soll hier vor allem der Koop-Modus schaffen. Im fertigen Spiel können bis zu vier Freunde die gesamte Singleplayer-Kampagne bestehen. Außerdem soll man jederzeit in den Koop-Modus ein- und wieder aussteigen können. Dies konnten wir selbst leider noch nicht testen, verspricht aber (auch dank einer möglichen Steigerung des Schwierigkeitsgrades) sehr spaßig zu werden. Hoffentlich überlegen sich die Entwickler bis dahin aber eine Möglichkeit, innerhalb des Spiels Ziele und Ähnliches zuweisen zu können, ansonsten könnte das ganze etwas chaotisch werden.

Sie haben die Wahl, die Zweite...

Was wäre zünftige Luftkampf-Action ohne eine große Auswahl an verfügbaren Jets? Hawx setzt deshalb auf eine ganze Palette von aktuellen Flugzeugen, laut Publisher-Angaben wird es im finalen Spiel über 50 Jets geben - wir konnten bis jetzt sieben Flugzeuge testen (F-22 Raptor, Eurofighter Typhoon, F-35 JSF, Sukhoi Su-37, Dassault Rafale C, F-15 Active, A-10A Thunderbolt II). Dabei fällt auf, dass die Jets in drei Klassen aufgeteilt werden, „Air Superiority“ (Luftüberlegenheit), „Ground Support“ (Luftnahunterstützung) und „Multi-Role“ (Mehrzweck). Diese Unterscheidung ist sehr wichtig, da beispielsweise die Unterstützungs-Flugzeuge wie der A-10A Thunderbolt II recht langsam und nicht sehr wendig sind und damit im direkten Kampf gegen feindlichen Jets kaum eine Chance haben. Leider fehlt bis jetzt noch eine Anzeige, die verrät, welcher Flugzeug-Typ in der Mission benötigt wird. Dies lässt sich höchstens durch die Missionsvideos erraten. Außerdem konnten wir noch keine Mission testen, die beispielsweise einen reinen Bomber gebraucht hätte, immer waren auch Gegner in der Luft auszuschalten. In Missionen mit vielen Boden-Zielen sind bis jetzt also Mehrzweck-Flugzeuge die beste Wahl.

Die Entscheidung zwischen den angebotenen Flugzeugen wird durch Bewertungen von Geschwindigkeit, Wendigkeit und Panzerung und sogenannten Perks erleichtert. Bestimmte Flugzeuge haben besondere Eigenschaften wie etwa einen vergrößerten Munitionsvorrat oder einen verbesserten Anstellwinkel. Allgemein besteht für jedes Flugzeug eine Beschreibung von Einsatztyp und Besonderheiten.

[Ubisoft hat mittlerweile die komplette Liste der im Spiel enthaltenen Flugzeuge veröffentlicht, wir haben die Liste auf HAWX.de zusammengestellt.]

 

Die Bewaffnung besteht aus diversen Raketen, Bomben und Flares. Dabei kann man nach der Wahl des Flugzeugs zwischen verschiedenen Kombinationen wählen, die man an seine Mission anpassen sollte. So gibt es etwa sehr effiziente Luft-Luft- bzw. Luft-Boden-Raketen, die gleich vier Ziele auf einmal anvisieren und abschießen können. Diese sind besonders bei größeren Gegner-Wellen eine unschätzbare Hilfe, allerdings nur in relativ geringen Stückzahlen an Bord. Hierbei kommt eine wichtige taktische Komponente ins Spiel, denn der Vorrat an normalen Raketen ist zwar großzügig bemessen, allerdings dauert damit ein Angriff deutlich länger und Zeit ist ein sehr kostbares Gut, auch ohne missionsbedingten Countdown. Mit den Flares schafft man sich zwar recht einfach feindlichen Raketen vom Hals, doch ist hier aufgrund der geringen Stückzahl (im Normalfall 2-4) Ausweichen die bessere Lösung. Das Bord-MG lässt sich zwar theoretisch auf geringe Entfernung nutzen, aber das Zielen mit Maus oder Gamepad innerhalb der kurzen Annäherung an einen gegnerischen Jet ist sehr schwer, Raketen sind schlichtweg effizienter. Selbiges gilt für Boden-Ziele, da man zum Zielen auch hier das eigene Flugzeug sehr verlangsamen müsste und dadurch Zeit verliert.

Ein Problem der Waffen: Zwar ist deutlich, zu welchem Zweck die jeweilige Waffe eingesetzt werden sollte (es ist sogar unmöglich, ein Ziel mit einer unpassenden Waffe anzugreifen), allerdings fehlt vor Missionsbeginn die Information über die wirkliche Stärke der jeweiligen Rakete. Also bleiben nur ein paar Testschüsse übrig, um die Anzahl an benötigten Treffern für einen Abschuss herauszufinden. Dies ist mitunter bei vielen verschiedenen Gegner-Typen nicht ganz einfach. Auch ist es nervig, etwa einen komplizierten Anflug auf ein Bodenziel mehrfach durchführen zu müssen, weil man die Stärke einer Rakete überschätzt hat.

Simulation oder Arcade?

Hawx ist in keinster Weise mit den bekannten Luftkampf-Simulationen zu vergleichen und deshalb ergibt auch die Bezeichnung "Luftkampf-Action" absolut Sinn. Die Flugzeuge fliegen viel zu sehr wie auf (zugegeben, sehr flexiblen) Schienen, selbst im Assistance Off-Modus stürzt man nur bei Flugfehlern in geringer Höhe ab. Raketentreffer beschädigen das eigene Flugzeug nur leicht und führten während unserem Anspielen kein einziges Mal zur Zerstörung des Flugzeugs. Die Munitionsbegrenzung stellt nur indirekt eine Schwierigkeit da: Es gibt zwar immer genug Raketen, allerdings nur recht wenige der praktischen Exemplare, mit denen man mehrere Gegner auf einmal abschießen kann. Probleme entstehen dann eher durch die deutlich längere Zeit zum Abschuss mehrere Flugzeuge, was ein Einhalten der Zeitbegrenzungen oder den Schutz einer befreundeten Einheit deutlich erschwert. Hawx setzt statt auf Frust durch Komplexität eher auf eine intuitive (und natürlich stark vereinfachte) Bedienung, die trotzdem immer das Gefühl gibt, die volle Kontrolle über den eigenen Jet zu behalten.

Plattformen und Unterschiede

Kommen wir zu den Plattform-Unterschieden: Kurz gesagt, sie fallen recht gering aus. Das Interface und die Menüs werden zu Release identisch sein (in den Preview-Versionen leichte Unterschiede), die Unterschiede liegen am ehesten in der Steuerung. Hierbei sind die beiden Gamepad-Steuerungen nahezu identisch und ein Wechsel zwischen den Konsolen ging problemlos von der Hand. Die PS3-Version unterstützt dank Sixaxis-Controller eine einfache Bewegungserkennung, man kann die vier Grundrichtungen Steigen, Sinken, Rechts und Links auch per Bewegung des Controllers steuern. Allerdings ist die Erkennung viel zu träge, um sinnvoll im Kampf eingesetzt werden zu können.

Laut Einstellungen-Menü wird es zumindest auf der Xbox eine Steuerung per Spracherkennung geben. Als unterstützte Sprachen werden Englisch, Deutsch, Spanisch, Französisch, Japanisch und Italienisch angegeben, allerdings konnten wir diese Funktionen noch nicht testen, auch die möglichen Befehle sind noch unbekannt. Ob PS3- und PC-Version auch eine Sprachsteuerung erhalten, ist ebenfalls unklar.

Die PC-Version unterstützt sowohl Gamepads und die klassische Tastatur/Maus-Steuerung als auch Flug-Joysticks. Auf der Tastatur wurden die nötigen Steuerbefehle zwar sinnvoll verteilt, können aber nicht mit der Erreichbarkeit auf einem Gamepad mithalten. Die Maus-Steuerung für die Bewegungs-Steuerung ist gewöhnungsbedürftig, geht aber nach einer persönlichen Anpassung der Empfindlichkeit gut von der Hand. Die Joystick-Steuerung benötigt zwar ebenfalls eine kurze Eingewöhnung, bietet dann aber die beste Erreichbarkeit aller nötigen Knöpfe und punktet mit dem besten „Feeling“.

Größter Kritikpunkt auf der Xbox-Version sind die zur Zeit endlos langen Ladezeiten. Während PS3 nur beim Scrollen durch die Flugzeug-Liste kurz nachlädt und Missionen schnell startet, gibt die Preview-Version auf der Xbox 360 die Chance, vor Spielbeginn noch gemütlich einen Kaffee zu genießen. Die PC-Version hat keinerlei Wartezeiten bei der Auswahl der Flugzeuge und lädt Missionen so schnell, dass kaum Zeit zum Lesen der Informationen auf dem Ladescreen bleibt. Man hat uns allerdings versichert, dass die Probleme der Xbox-Version zum Release behoben sein werden. Ansonsten verabschiedete sich nur einmal die PC-Version kommentarlos und es gab sporadische Probleme bei der Anzeige der Missionsvideos auf der Xbox 360.

Das Auge fliegt mit...

Optisch muss sich Hawx nicht verstecken: Der Himmel ist wunderschön dargestellt, eine über dem Meer stehende Sonne ist einfach beeindruckend und auch die Gebäude und Erhebungen am Boden sehen passend aus. So gibt es Hochhäuser, Industrie-Anlagen, verschneite Berge, Wüste und markante Bauwerke wie die Jesus-Statue über Rio. Einzig sollte man den Texturen nicht zu nahe kommen, dies führt erst zu Augenschmerzen und dann zum Absturz des Flugzeugs...

Die Systemanforderungen für den PC sind seit einer Weile bekannt (siehe hier) und können guten Gewissens als mäßig bezeichnet werden, auch auf älteren Systemen sollte ein flüssiger Spielspaß möglich sein, vermutlich ohne detaillierte Explosionen und mit reduzierten Texturen. Auf unserem recht aktuellen Testsystem gab es keine sichtbaren Unterschiede zur Konsolen-Versionen, allerdings sagte man uns, dass die PC-Version in der finalen Version die optisch beste Version sein wird. Wie deutlich diese Unterschiede ausfallen, lässt sich noch nicht sagen, die Konsolen-Versionen werden optisch gleichwertig sein.

Es bleibt spannend...

Zum versprochenen Multiplayer schweigt Ubisoft bisher, man will sich „noch ein paar Überraschungen aufheben“. Bekannt ist jedoch, dass man mit bis zu 16 Spielern auf einer Map gegeneinander antreten wird. Erfolgreiche Spieler gewinnen Erfahrungspunkte und Geld, das in neue Waffen investiert werden kann. Außerdem weisen die Steuerungs-Einstellungen auf ein Fehlen von ERS im Multiplayer hin, stattdessen heißt die betreffende Taste „Electronic Warfare“ - hier gibt es noch keine weiteren Informationen. Auch im Singleplayer erschienen in unserer Preview-Version mehrfach Anzeigen, die auf gewonnene Erfahrungspunkte hinwiesen. Außerdem scheint es, dass es damit verbunden eine Art Rang-System geben wird, mit dem auch weitere Flugzeuge freigeschaltet werden.

F.A.Z.I.T

Ja, Hawx hat einigen nicht unbedingt nötigen Schnickschnack an Bord (wie etwa eine „Missile Cam“, die einer abgefeuerten Rakete folgt) und enttäuscht vor allem bei den Bodentexturen, aber dafür entschädigen die Entwickler diese Mängel durch ein extrem hilfreiches und trotzdem nicht überladenes Interface, einer sehr angenehmen Lernkurve und vielseitigen Missionen. Man darf gespannt sein, wie gut Ubisoft den Multiplayer umsetzt, viele gute Möglichkeiten sind schon jetzt sichtbar und könnten entscheidend für den Langzeit-Erfolg von Hawx sein.

Wer also keinen großen Wert auf eine realistische Simulation legt (nochmal, das ist Hawx nicht und versucht es auch gar nicht erst) und stattdessen einfach Spaß in der Luft haben will, ohne unterfordert zu werden, sollte Hawx weiterhin im Auge behalten und im März zuschlagen.

Tom Clancy's H.A.W.X soll ab März für PlayStation 3, Xbox 360 und PC erhältlich sein. Die USK hat das Spiel kürzlich als „Freigegeben ab 16 Jahren“ eingestuft, wohl aufgrund des militärischen Szenarios.

 
 
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